Aktuelles
20.12.2011
Wir wünschen ruhige Feiertage und einen angenehmen Jahreswechsel!
Druck: karin Dammers
06.12.2011
Stand der Technik bei Leitungsverlegungen im Watt
Im vergangenen Sommer ist erstmals ein neu entwickeltes Vibrationsschwert zur Verlegung von Stromkabeln im Wattenmeer eingesetzt worden. Nach Auswertung des naturschutzfachlichen Begleitmonitorings des Projekts BorWin 2 ist festzustellen, daß gegenüber bisher eingesetzten Verfahren wesentliche Fortschritte bei der Reduzierung baubedingter Schäden erreicht werden konnten.
Auch wenn in Zusammenhang mit der Manövrierung der Verlegeeinheiten verschiedene Beeinträchtigungen des Wattbodens entstanden sind, können die eigentlichen Wirkungen der Kabelerlegung als sehr gering bezeichnet werden. Durch die Vibrationstechnik sind Bodenumlagerungen vollständig vermieden worden. Bodenverdichtungen durch Kettenfahrzeuge sind nur punktuell aufgetreten, so daß Schädigungen des Makrozoobenthos ebenso wie Strömungsveränderungen weitgehend ausgeblieben sind.
Unter der Voraussetzung, daß die Steuerung der Verlegebarge weiter verbessert und Schädigungen des Wattbodens durch Schiffsantriebe weiter minimiert werden, kann der Einsatz des Vibrationsschwertes im Eu- und Sublitoral unter ökologischen und technischen Aspekten als künftiges Standardverfahren angesehen werden. Andere Techniken sollten künftig nur noch in definierten Sonderfällen zum Einsatz kommen, um die Belastung des Nationalparks durch derartige Vorhaben weiter zu begrenzen.
09.11.2011
Am 09.11.2011 fand die Auftaktveranstaltung zur Aufstellung des Gewässerentwicklungsplans für die Soeste statt. In den Räumen der Friesoyther Wasseracht waren 14 Vertreter von Behörden, Verbänden und Trägern öffentlicher Belange zu einem ersten Informationsaustausch zusammengekommen.
Die Soeste ist mit einer Länge von ca. 72,5 km eines der prägenden Fließgewässer des Landkreises Cloppenburg. Das Gewässer hat aufgrund seiner Verbindungsfunktionen landesweite Bedeutung und soll deshalb vorrangig nach den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie entwickelt werden. Die Friesoyther Wasseracht hat ecoplan mit der Durchführung dieser Planung beauftragt.
22.03.2011
Im Rückseitenwatt von Norderney ist der Testlauf eines neuen Verfahrens zur Verlegung von Seekabeln in flachen Wattgebieten erfolgreich abgeschlossen worden. Um die Stromkabel für Offshore-Windparks künftig mit noch geringeren Beeinträchtigungen in den Wattboden einbringen zu können, hat die Firma Bohlen & Doyen (Wiesmoor) ein neuartiges Vibrationsschwert entwickelt und gebaut. Mit dem Gerät sollen die Vorteile des bisher verwendeten Vibrationskabelpflugs genutzt, darüberhinaus aber jegliche Verdichtungen der empfindlichen Wattböden vermieden werden. Die Versuche wurden durch ecoplan naturschutzfachlich begleitet und ausgewertet.
Ponton JD1 mit Vibroschwert im Sandwatt
Unmittelbar nach dem Trockenfallen der Teststrecke wurden die durch das Schwert hervorgerufenen Spuren untersucht und dokumentiert. Im Bereich der Verlegestrecke war nur eine schmale und flache Rinne sichtbar. Unmittelbar neben dieser Mulde war der Boden fest und offenbar ungestört. Die Wirkungsbreite lag damit deutlich unter 1 m. Gegenüber den bisher erforderlichen Arbeitsbreiten von mindestens ca. 10 m ergibt sich eine deutliche Reduzierung des Störungsumfangs.
Geschlossener Verlegespalt wenige Stunden nach dem Testlauf
Aufgrund geringer Wasserstände durch anhaltende Ostwinde war es nicht möglich, auch im Misch- oder Schlickwatt einen Testlauf durchzuführen. Die Befunde lassen jedoch vermuten, daß es auch dort nur zu sehr geringen Wirkungen gekommen wäre. Nach diesem ersten Test, der noch ohne die Verlegung eines Kabels durchgeführt wurde, kann festgestellt werden, daß das Vibrationsschwert eine naturschutzfachlich sehr vorteilhafte Alternative zu bekannten Verlegeverfahren sein kann. In den kommenden Wochen soll das Verfahren unter Praxisbedingungen weiter getestet und verbessert werden.
13.03.2011
Neue Kartierergebnisse zu Pflanzenvorkommen an niedersächsischen Kleingewässern konnte Ulrich Meyer-Spethmann beim diesjährigen Botanikertreffen im Landesmuseum in Hannover vorstellen. Die Folien des Vortrag können Sie hier herunterladen (pdf-Datei, ca. 3,91 MB). Informationen zum Programm "Kleingewässer für bedrohte Pflanzen" erhalten Sie hier auf den Seiten des NLWKN.
07.02.2011
EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und Naturschutz verfolgen im Bereich der Oberflächengewässer ähnliche Zielsetzungen. Gleichwohl unterscheiden sich die Instrumente beider Disziplinen vielfach so erheblich, dass in der praktischen Anwendung zahlreiche Fragen entstanden sind.
Im Auftrag der Gebietskooperationen Leda-Jümme, Hase und Untere Ems wurde deshalb eine Untersuchung durchgeführt, mit der bestehende Schnittstellen zwischen WRRL und Naturschutz ermittelt und gleichzeitig mögliche Grenzen einer Kooperation identifiziert werden sollten. Im Vordergrund stand dabei die Frage, inwieweit mit dem gezielten Einsatz naturschutzrechtlicher Kompensationsmaßnahmen auch ein Beitrag zur Verbesserung des ökologischen Zustands im Sinne der WRRL geleistet werden kann. Diese Fragen werden schwerpunktmäßig im Hinblick auf die besonderen natürlichen und landeskulturellen Bedingungen in Teilen des Einzugsgebiets der Ems behandelt.
Die Studie ist im Januar 2011 fertiggestellt worden und kann hier heruntergeladen werden.
20.12.2010
Herzliche Grüße zum Jahresausklang und beste Wünsche für 2011!
Druck: karin Dammers
03.09.2010
Im zweiten Jahr nach den Baumaßnahmen zur Renaturierung des Norderneyer Osthellers hat sich bereits wieder eine geschlossene Pflanzendecke gebildet, in der Queller-Gesellschaften dominieren. Die Sukzession wird mit Hilfe von ca. 50 Vegetations-Dauerflächen kontrolliert. Erste Ergebnisse über den Erfolg der Maßnahme werden in ca. 2 Jahren vorliegen.
01.09.2010
Die technischen Hauptarbeiten (Ludwig Freytag, LMR-Drilling, TAGU) für die Netzanbindung BorWin 2 im Auftrag der transpower offshore gmbh wurden mit dem Einzug des letzten Schutzrohres im Nationalpark erfolgreich und termingerecht abgeschlossen.
Die naturschutzfachlichen Auswertungen des Projekts werden noch bis zum Jahresende andauern.
17.06.2010
Dem Bauunternehmen Bohlen & Doyen ist es im Rahmen der Erneuerung einer Gasleitung erstmals gelungen, eine Horizontalbohrung im Nationalpark unter den Bedingungen des Null-Einleitungskonzepts zu realisieren. Die Arbeiten im Tidebereich südlich der Insel Norderney erfolgten im Auftrag der EWE Netz GmbH. Durch Einrichtung eines weitgehend geschlossenen Spülungssystems auf einem Seeponton sowie umfangreiche Vorsorgemaßnahmen konnten Stoffeinträge in das Wattenmeer vollständig vermieden werden. Die weiteren Arbeiten des noch laufenden Projekts werden durch ecoplan naturschutzfachlich begleitet.
05.02.2010
Die transpower offshore gmbh erteilte den Auftrag, die bauliche Umsetzung der Netzanbindung BorWin2 für verschiedene Offshore-Windparks im Bereich des Wattenmeers naturschutzfachlich zu begleiten. Damit besteht die Möglichkeit, weiter an der Verbesserung der Verlegetechniken mitzuwirken und unvermeidbare Beeinträchtigungen in Kooperation mit den Baufirmen weitmöglich zu begrenzen.